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Trainingslager in Portugal!

14.03.2017 15:17 von Isabell-Sophie Teegen (Kommentare: 0)

Was gibt es schöneres?

Es gibt bestimmte Orte auf der Welt, an denen fühle ich mich einfach pudelwohl! Monte-Gordo in Portugal ist genau so ein Ort und nicht umsonst als Läufer-Mekka bekannt! Schon das vierte Mal reise ich her und es wird gewiss nicht das letzte Mal sein! Ich bin ein absoluter Gewohnheits-Mensch und mag es zu wissen, was mich genau erwartet! Das Meer direkt vor der Nase, tolle Pinienwälder für die Dauerläufe und ein Stadion, das man für die Tempoeinheiten laufend erreichen kann! Wenn ich so darüber nachdenke habe ich mich in den letzten 2 Wochen auf einem Umkreis von 20km bewegt (so lang war nämlich mein längster Lauf ;)). Hinzu kommen all die tollen Erinnerungen die ich mit diesem Örtchen verbinde. Hier läuft es sich einfach immer wie von selbst! Und so auch in diesem Jahr. Jede Einheit konnte ich wie geplant absolvieren, meistens sogar ein bisschen schneller, aber das stört mich im Gegensatz zu meinem Coach so gar nicht ;). Wobei ich zugeben muss, dass meine anfängliche Übermotivation spätestens mit dem 7x2000m Programm erstickt wurde. Mit hochrotem Kopf hörte ich nach dem 4.Lauf auf, von meinem tollen Laufgefühl zu schwärmen und musste ordentlich kämpfen, um das Training durchzuziehen. Aber gerade solche Einheiten machen einen stärker, weshalb ich mich nach meinem typischen Isa-Heulkrampf nach dem letzten Lauf (Ausdruck von Schmerz, Erleichterung und Freude zugleich), auch bei meinem Trainer für die Unterstützung auf dem Rad bedankte. Mein persönliches Highlight war allerdings ein 10km Lauf in 36:15 min nach dem ich in der ersten Wochen schon einige Kilometer in den Beinen hatte. Sogar ganz ohne Heulkrampf, das wäre im kühlen Norden definitiv nicht möglich gewesen. Ein Trainingslager profitiert einfach von optimalen Bedingungen:

Kein Alltagsstress (dazu zähle ich jetzt auch mal die Uni, obwohl sie mir natürlich Spaß bringt J), volle Konzentration auf das Training und viel Zeit zur Regeneration (ohne Mittagsschläfchen läuft hier nichts) und tolles Wetter (manchmal war es mir sogar ein bisschen zu heiß, obwohl ich mich zu der Gruppe „hitze-resistenter Athleten“ zähle ;)). Aber vor allem macht meine Trainingsgruppe die Zeit hier so besonders! Ich habe immer einen Trainingspartner an meiner Seite, wobei das eigentlich der falsche Begriff ist, aus ihnen sind schon längst gute Freunde geworden.

Wir teilen uns Appartements, denn wer braucht schon Hotel-Essen, wenn man abends gemeinsam kochen kann! Nach 2 Trainingseinheiten am Tag ist der Hunger zwar groß und der Gedanke an einen gedeckten Tisch manchmal verlockend. Aber das gemeinsame Kochen ist für mich auch ein bisschen Erholung, wenn wir den Tag beim Gemüse-Schnippeln revue passieren lassen, uns über unser Teamwork in der Küche und unsere Kochkünste freuen, dann sind wir einfach eine bunte Familie und es bleibt gar keine Zeit über die nächsten Einheiten nachzudenken! In solchen Momenten wird mir bewusst, wie glücklich ich mich schätzen kann, so tolle Menschen um mich zu haben! Für mich ist die Leichtathletik deshalb auch alles andere, als eine Einzelsportart! Ohne mein tolles Team würde ich nämlich gerade nicht gut gesättigt und glücklich in einem Appartement mit Meerblick an der Algarve sitzen und meinem 20km Tempolauf morgen früh entgegenfiebern! Für Windschatten ist natürlich gesorgt…;)!

Eure Isa

 

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