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Studium & Leistungssport

03.09.2017 17:37 von Isabell-Sophie Teegen (Kommentare: 0)
Copyright Iris Hensel

Der ganz normale Alltagswahnsinn!

„Wie läuft es denn gerade im Training? Und startest du bei den 10km DM am Sonntag?“, schon wieder so eine WhatsApp Nachricht auf die ich gar nicht so recht weiß, was ich antworten soll. Es ist endlich Wochenende und ich komme dazu, all die ungelesenen Nachrichten der letzten Woche zu beantworten, denn abgesehen von meinen Uni-Angelegenheiten ist so ziemlich alles auf der Strecke geblieben, auch das Training, womit die Frage ja doch irgendwie beantwortet wäre. Und trotzdem fühlen sich meine Beine jeden Abend so an, als hätte ich ein hartes Tempotraining durchgezogen. In der Vergangenheit ist es mir immer ganz gut gelungen, die Balance zwischen Uni und Training zu finden, denn eines zu vernachlässigen mag ich so gar nicht! Die letzten 3 Wochen haben mich in der Hinsicht allerdings an meine Grenzen gebracht. „Phantomkurs 1“ heißt der Übeltäter, ja, wie ihr euch nun denken könnt, gibt es davon auch noch eine Fortführung, aber daran mag ich jetzt gerade nicht denken. Viel wichtiger ist, ¾ des Kurses sind geschafft, Endspurt quasi und danach hat mich mein Trainingsalltag wieder. Mein derzeitiges Trainingspensum verdient nämlich nicht einmal den Namen „Hobbyläuferin“, eher so die Kategorie „Wochenendläuferin“ ;)! Dafür brechen wir mit unserer Anwesenheit in der Uni sicher jegliche Rekorde. Am frühen Morgen geht’s los, welch ein Glück dass ich direkt nebenan wohne, jede Minute Schlaf zählt schließlich! Ein Provisorium und die Totalprothese sind schon geschafft, eine Brücke wartet noch darauf fertiggestellt zu werden. Während mir der Kurs wirklich Spaß bringt, ist meine Wade vom ganzen Stehen nicht so recht begeistert. Wenn ich am späten Nachmittag heim komme, würde ich am liebsten gleich ins Bett fallen, aber die Klausur schreibt sich ja auch nicht ganz von alleine und eigentlich möchte ich ja schon noch ein Ründchen laufen, warum hat der Tag eigentlich nur 24 Stunden?!

Die Klausur habe ich am Freitag schon mal erfolgreich bestanden und in der nächsten Woche werde ich mich noch einmal vollkommen auf den Kurs konzentrieren, ehe mich der Trainingsalltag wieder hat. Im September wartet auch noch das Vorphysikum aber das fühlt sich dagegen sicher an wie Urlaub ;)!

Auch wenn ich mir in den letzten Wochen so manches Mal einen ruhigen Tag gewünscht habe, bereue ich es nicht, mich für den Weg der dualen Karriere entschieden zu haben und bin sehr dankbar für all die Unterstützung, die ich erfahre, um sowohl meinen sportlichen als auch meinen beruflichen Traum zu verfolgen. Langweilig wird es dabei ganz sicher nie ;)!

Eure Isa

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