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4. Platz bei der DM in Nürnberg

27.07.2015 20:16 von Isabell-Sophie Teegen (Kommentare: 0)

4. Platz bei der DM in Nürnberg!

Nach der EM in Tallinn habe ich mir und meiner Wade erst einmal ein paar Tage Ruhe gegönnt und wollte die verbliebene Zeit bis zur DM dafür nutzen, zu meinem alten Laufgefühl zurück zu finden. Es war immerhin eine erste Einheit in Spikes möglich, bei der ich jedoch feststellen musste, dass sich das höhere Tempo nur mühsam realisieren ließ. Trotzdem entschied ich mich gemeinsam mit meinem Trainer für einen Start in Nürnberg und wollte mich der nationalen Konkurrenz stellen. Keiner von uns wusste so recht, auf welchem Leistungsstand ich mich zur Zeit befinde und nach meinem Lauf in Tallinn hatte ich mir nur eines für das Rennen vorgenommen:
Mutig zu laufen und alles aus mir herauszuholen!
Dies setzte ich von Beginn an in die Tat um und befand mich während der ersten 2 Kilometer auf Bestzeitenkurs. Danach heftete ich mich an Position 4 an die Fersen von Sabrina Mockenhaupt und war fest entschlossen ihr zu folgen, koste es was es wolle! Nach 3 Kilometern konnte auch mein absoluter Wille nichts mehr bewirken und ich musste Mocki ziehen lassen. Meine Beine wurden mit jedem Schritt schwerer. Ich musste dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und hatte mich im wahrsten Sinne des Wortes festgelaufen. Solch ein Gefühl hatte ich noch niemals zuvor in einem Rennen erlebt, konnte ich doch sonst stets auf meinen Endspurt vertrauen. Doch in einem war ich mir absolut sicher, aus dem Rennen auszusteigen und aufzugeben kam nach dieser schwierigen Saison für mich nicht in Frage. Ich wollte kämpfen bis zum Schluss und das tat ich auch!

Bei jedem Schritt auf den letzten Runden hatte ich nur einen Gedanken: "Immer weiter!"
Und so erreichte ich schließlich auf Platz 4 ein wenig humpelnd und vollkommen erschöpft das Ziel. So hatte ich mir das Abschneiden bei der DM definitiv nicht vorgestellt, doch ich kann mir im  Nachhinein nichts vorwerfen. Ich habe alles gegeben und meinen wohl härtesten mentalen Kampf durchgestanden. Nach dem Rennen musste ich einsehen, dass mich die Verletzungspause meine Form gekostet hat und auch meine Wade hat mir einmal mehr mitgeteilt, dass es an der Zeit ist, die Bahnsaison 2015 zu beenden, ehe sie richtig angefangen hat. Diese Erkenntnis und hat einige Tränen fließen lassen. Zu wissen, in welch einer Form ich während der Vorbereitung und zu Beginn der Saison war und zu sehen was am Ende zu Buche steht, ist für mich einfach nur traurig und enttäuschend. Aber Verletzungen kann man sich nicht aussuchen und ich bin niemand der schnell den Kopf in den Sand steckt.

Wie heißt es so schön "neues Jahr - neues Glück", doch nur auf Glück werde ich sicher nicht vertrauen. Wenn meine Wade sich vollkommen erholt hat beginnt das Aufbautraining erneut. Ich werde mit ganz viel Zuversicht und harter Arbeit zurückkommen und möchte allen zeigen, aber vor allem mir selbst, was ich leisten kann, wenn ich gesund in die Saison komme. Und so hart der Rückschlag in dieser Saison auch war, dieses Schicksal haben andere Sportler auch schon erlebt... und überwunden!

Mein Traum geht weiter!

Eure Isa

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