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Here we go 2017!

08.02.2017 21:12 von Isabell-Sophie Teegen (Kommentare: 0)

Ein turbulenter Start in das neue Jahr!

Es ist Donnerstagnachmittag, gegen die Scheiben des Cafes wehen kleine Schneeflocken, es duftet nach Kuchen und Kaffee und ich beginne die letzten Wochen revue passieren zu lassen. Die Semesterferien kommen mir gerade recht und ich merke, wie ich allmählich zur Ruhe komme. Heute habe ich das erste Mal seit langer Zeit einen Mittagsschlaf machen können und gleich steht die zweite Einheit des Tages an. Endlich wieder Zeit für zwei Trainingseinheiten am Tag, ich glaube ich bin wieder im Leistungssportlerleben angekommen! Und der Gedanke mich in den kommenden zwei Monaten wieder vollkommen dem Sport widmen zu können erfüllt mich mit unglaublicher Freude! Denn in den letzten Wochen galt meine Konzentration vor allem der Uni, die letzten Klausuren wurden geschrieben und Herstellung einer Prothese beanspruchte meine übrige Freizeit. Doch auch auf der Laufbahn ging es turbulent zu: Seit Oktober konnte ich fein durchtrainieren und freute mich, dass ich meinem schniefenden Umfeld getrotzt hatte J! Am Abend meines ersten Hallenrennens erwischte es mich dann doch, ziemlich doofes Timing. Unter diesen Voraussetzungen gingen die 9:33min über 3000m in Ordnung, wobei ich mir gerade nicht sicher bin, was ich als anstrengender empfunden habe, das Rennen selbst oder die schlaflose Nacht mit Niesanfällen und verstopfter Nase?! Auch wenn „Geduld“ nicht gerade mein zweiter Vorname ist, schwor ich mir, dieses Mal so richtig vernünftig zu sein. Also erst wieder ins Training einzusteigen, wenn ich vollkommen gesund war! Die Variante „einfach weiter trainieren“ ist bei mir in 100% der Fällen schief gegangen. Eine ganze Woche nahm sich mein Körper Zeit, um sich zu erholen! Ich freute mich riesig, als ich endlich wieder trainieren konnte, was in diesem Fall 30 Minuten joggen bedeutete, die sich um ehrlich zu sein schrecklich anfühlten. Egal, immer schön auf die positiven Dinge konzentrieren! Diese Lebenseinstellung hat mich bisher immer am weitesten gebracht! Mit jedem Tag fühlte ich mich besser und so entschied ich mich für einen Start bei den NDM über 1500m! Um bei den DM über die 3000m vorne mitzurennen, brauchte ich Tempohärte! Bisher bin ich ungern Wettkämpfe gelaufen, wenn zuvor im Training nicht alles glatt lief. Meine Sicherheit im Rennen habe ich immer aus den Trainingseinheiten davor gezogen. Doch daran habe ich in den letzten Monaten mit meinem Mentalcoach gearbeitet und es war toll zu sehen, dass unsere Arbeit Früchte getragen hat. Danke Marco! Ich freute mich auf das Rennen, von Unsicherheit keine Spur und war neugierig, was nach der Erkältung in meinen Beinen steckte! Erstmal im Feld mitlaufen, lautete der Plan und im Idealfall am Ende den Turbo zünden. Der trat zu meiner Freude ein und mit einer flotten letzten Runde in 33 Sekunden, konnte ich das Rennen in 4:28 min gewinnen. Allmählich komme ich wieder auf den Mittelstrecken an :). Während des Auslaufens kam dann leider die böse Überraschung: Ein Niesanfall jagte den nächsten und meine Nase wurde zu einer Schleim-Produktions-Maschine, aus heiterem Himmel! Ich wusste gar nicht recht, wie mir geschieht! Die folgende Nacht glich jener nach dem 3000m Rennen und am nächsten Morgen wurde ich am Frühstückstisch gefragt, wie ich in dem Zustand hätte Rennen können?! Dass es mir da noch prächtig ging, glaubte mir niemand so recht. Aus meinem Dauerlauf wurde an diesem Sonntag ein langer Spaziergang und am Abend ging es mir schon wieder viel besser! Mein Trainer glaubt, ich sei vor dem Rennen noch nicht wieder vollkommen gesund gewesen, während ich es bis heute für eine Hallenluft-Wettkampf-Allergie halte! In einer Sache waren wir uns jedoch einig, es wird kein weiteres Hallenrennen in diesem Winter geben! Den Aufbau für den Sommer wollen wir nämlich auf keinen Fall riskieren und so nehme ich den Schwung vom letzten Wochenende mit und gehe mit einem guten Gefühl wieder ins Grundlagentraining über!  Dafür eignen sich Semesterferien perfekt, endlich wieder Kilometer sammeln ;)…

Bis bald!

Eure Isa

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