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Das war's - 2017!

18.12.2017 19:38 von Isabell-Sophie Teegen (Kommentare: 0)

Ende gut, alles gut!

Bei strömenden Regen düse ich ein wenig zu schnell über die Autobahn von Hamburg nach Kiel und singe immer noch glücklich über die geniale Trainingseinheit am Mittag jedes Lied im Radio mit.  Immer wieder faszinierend wie ein paar schnelle Kilometer so einfach gute Laune erzeugen können.  Es ist Mittwochabend und im Kieler Schloss trifft sich Schleswig-Holsteins Sport-Elite zur jährlichen Sportler-Gala. Während die Nominierten der „Wahl zum Sportler des Jahres“ vorgestellt werden, fühle ich mich doch irgendwie ein wenig fehl am Platz. Meinen ganz persönlichen Jahresrückblick vermeide ich stattdessen lieber, um in den nächsten Minuten nicht in einen Alptraum zu versinken. Während die anderen Sportler absolut verdient für ihre Bestzeiten & Titel geehrt werden, blicke ich auf einen Sommer geprägt von unzähligen Stunden im Wasser und auf dem Rad zurück.  In Bestenlisten tauchen diese bloß leider nicht auf und so werde ich seit 8 Jahren das erste Mal nicht mehr im Bundeskader sein. Früher gab es für verletzte Sportler oft ein „Joker-Jahr“, doch nach der neuen Reform in diesem Jahr wird strikt nach gelaufenen Zeiten nominiert – ziemlich doofes Timing würde ich sagen.  Diese Tatsache hält mich allerdings nicht davon ab, meine Ziele weiterzuverfolgen und erst recht nicht davon, diesen tollen Abend zu genießen. Eine Menge der geehrten Sportler gehört schließlich auch keinem Bundeskader an ;). Sehr entspannt verfolge ich den heutigen Abend und erinnere mich daran, als ich unglaublich aufgeregt selbst dort oben auf der Bühne stand. So schnell kann es gehen, in die eine oder andere Richtung. Das ist es eben, was den Sport auszeichnet. Und so genieße ich es gerade sehr, wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Bei einem Blick auf die Trainingspläne aus dem letzten Jahr um diese Zeit, habe ich zu meiner Freude festgestellt, dass ich gerade schon flotter unterwegs bin und auch die Laufumfänge sind deutlich höher. Leistungsfähigkeit kann man allen Trainingslehren zum Trotz eben doch nicht 100%ig planen. Wenn der Körper eine Auszeit braucht nimmt er sie sich, um anschließend wieder voll durchstarten zu können. In diesem Sinne steht in wenigen Wochen auch endlich wieder ein Trainingslager an. In den Weihnachtsferien geht es nach Teneriffa, um mich auf mein erstes Rennen nach einer gefühlten Ewigkeit vorzubereiten, aber dazu später mehr…

Erst einmal wartet noch die letzte Uni-Woche, alle Prüfungen sind zum Glück für dieses Jahr geschafft und so geht es auch dort gerade recht gemütlich zu - passend zur Weihnachtszeit.

Ich freue mich mittlerweile schon sehr auf die Weihnachtstage mit der Familie! Eigentlich lege ich so gar keinen Wert auf Geschenke, doch einen kleinen Wunsch habe ich doch: Für das nächste Jahr möchte ich nicht schon wieder eine Achterbahn, ein Skilift wäre mir lieber, aber bitte einen, der nur nach oben fährt!

Eines möchte ich nun noch einmal loswerden: Ohne all die tollen Menschen in meinem Umfeld, die mich jeden Tag unterstützen, wäre es mir nach diesem Sommer nicht möglich gewesen, noch einmal anzugreifen. Angefangen bei meinem Trainer, der immer an mich glaubt und zu dieser Jahreszeit tapfer auf dem Rad neben mir der Kälte trotzt. Meiner Trainingsgruppe, mit der Leichtathletik zum Mannschaftssport wird. Meinen Physiotherapeuten, die es im Sommer nicht immer leicht mit mir hatten. Meinen Sponsoren & Unterstützern, die es mir ermöglichen, den Sport auf diesem Niveau zu betreiben. Und natürlich meinen Freunden & meiner Familie, für euer Verständnis in jeder Situation und euren unglaublichen Rückhalt! DANKE!

Genießt die Weihnachtstage mit euren Lieben!

Eure Isa

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