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Auf dem Weg zur Sporthilfe nach Frankfurt...

13.04.2017 08:14 von Isabell-Sophie Teegen (Kommentare: 0)

Gedanken an einem Tag ganz ohne Training!

Es ist 8 Uhr am Morgen und ich sitze gerade in einer vollkommen überfüllten Bahn auf dem Weg nach Frankfurt. Im Gegensatz zu den anderen Fahrgästen stört mich das allerdings kaum. Ich bin immer noch ein wenig müde von den 31 Kilometern am Vortag und habe die ersten zwei Stunden der Fahrt erfolgreich verschlafen. Der erste Gedanke, der mir heute Morgen nach dem Aufstehen in den Kopf schoss, war "trainingsfreier Tag!". Normalerweise löst dies bei mir alles andere als Freude aus, doch heute kann ich den freien Tag so richtig genießen. Seit der Rückkehr aus dem Trainingslager vor 4 Wochen ist es schließlich auch der erste und ich habe in der Zwischenzeit fein trainiert. Ich genieße es so sehr, mich wieder mehr auf den Sport konzentrieren zu können und muss gerade ein wenig schmunzelnd an meine letzte Bahnfahrt denken. Nach dem anstrengenden Wintersemester, mit wenig Zeit für ein umfangreiches Training, war ich im Februar auf dem Heimweg von einer enttäuschenden Leistungsdiagnostik in Leipzig. Mit unterdrückten Tränen habe ich 4 Stunden lang aus dem Fenster gestarrt und mir wurde klar: Ich liebe den Leistungssport und es ist Zeit wieder Vollgas zu geben!

Die Semesterferien habe ich genutzt, um die Laufumfänge wieder zu steigern. Das Trainingslager in Portugal hat mir einen ordentlichen Push gegeben und diesen Schwung habe ich mitgenommen in die Trainingswochen in der Heimat. Zu meiner Freude ist mein Stundenplan in diesem Semester sehr Leistungssport freundlich ;).

Auf dem Rückflug aus Portugal saß ich neben meinem Trainer, er hat den Laptop herausgeholt und wir haben gemeinsam die nächsten Wochen geplant! Unser Ziel war es, uns Schritt für Schritt nach vorne zu arbeiten. Zu jenem Zeitpunkt erschienen mir die Tempoprogramme noch unglaublich schnell. Und nun exakt 4 Wochen später genieße ich meinen trainingsfreien Tag, mit dem Wissen jedes der Programme geschafft zu haben! Ziemlich cooles Gefühl und ich glaube es gibt für einen Sportler nichts Schöneres, als wenn sich die „kann-ich-das-schaffen-Aufgeregtheit“ in eine „das-war-ja-gar-nicht-so-anstrengend-Freude“ wandelt und man den ganzen Tag mit einem dicken Grinsen durch die Gegend läuft und singend am Schreibtisch Chemie lernt. Ich glaube absolut daran, dass sich harte Arbeit auszahlt und deshalb fiel es mir auch gar nicht schwer in den letzten Wochen auf einige Freizeitaktivitäten zu verzichten, um mehr Zeit zur Regeneration und ausreichend Schlaf zu haben. Wo ich gerade wirklich stehe, werde ich in 10 Tagen erfahren (so richtig schwarz auf weiß). Dann steht die nächste Leistungsdiagnostik in Leipzig an und ich freue mich schon richtig darauf! Wenige Tage später werde ich noch einmal ins Trainingslager fliegen, diesmal geht's nach Kroatien :).

Gerade freue ich mich aber erstmal auf einen spannenden Tag bei der deutschen Sporthilfe in Frankfurt! Seit diesem Jahr habe ich die Ehre zum Top Team Future zu gehören und werde das Team und die Sporthilfe heute einmal näher kennenlernen. Mal schauen was mich dort so erwartet...

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